Ist das Tragen einer Gesichtsmaske sinnvoll?

Geposted von Heidi Ingerl am

Unsere Masken sind KEIN MUNDSCHUTZ!
Sie stellen kein medizinisches Produkt dar und bieten keinen Schutz vor Ansteckung z.B. durch den Corona-Virus. Es besitzt keine Zertifizierung und ist nicht medizinisch geprüft.
Dennoch können Sie neben den üblichen Schutzmaßnahmen ergänzend bei der Bekämpfung der aktuellen Pandemie einen wichtigen Beitrag leisten. Die Hauptausbreitung des Corona-Virus erfolgt über Tröpfen- und Schmierinfektion. Unsere Nasen- und Mund-Masken aus dicht gewebter Baumwolle verringern den Radius der Ausatemluft und helfen so das Infektionsrisiko Ihrer Mitmenschen zu reduzieren. Des Weiteren greift man sich durch die Masken weniger ins Gesicht (insbesondere bei Kindern ins dieser Effekt sehr wichtig!) und vermeidet Schmierinfektionen.

Helfen Sie mit - tragen Sie beim Einkaufen eine Gesichtsmaske und bekämpfen so die Pandemie - damit wir alle wieder zur Normalität zurückfinden können! Danke für Ihren Beitrag!

weitere dringend empfohlene Hygiene-Maßnahmen:
- Halten Sie beim Husten und Niesen größtmöglichen Abstand. Drehen Sie sich weg, niesen/husten Sie in die Armbeuge oder ein Papiertaschentuch, das sie anschließend entsorgen und waschen Sie sich anschließend die Hände.
- Vermeiden Sie Berührungen im Gesicht.
- Halten Sie einen Mindestabstand von 1,5m zu ihren Mitmenschen. Vermeiden Sie Berührungen.
- Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife.

 

Hier der Facebook-Post unseres Oberbürgermeisters Markus Pannermayr vom 17. April 2020:

+++ Appell zum Thema Mund-Nasen-Schutz +++

Liebe Straubingerinnen,
liebe Straubinger,

seit einigen Wochen sind wir in unserem Alltag mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert. Ich möchte mich an dieser Stelle für das von Ihnen gezeigte Verständnis und Ihr verantwortungsbewusstes Verhalten aufrichtig bedanken. Gemeinsam konnten wir so erhebliche Herausforderungen bewältigen.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir vor Ort aktuell besonders gefordert sind. Straubing weist im Vergleich zu anderen Städten bezogen auf die Einwohnerzahl eine hohe Fallzahl an Coronavirus-Infektionen auf. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner dokumentiert aktuell eine sehr hohe Dynamik. Das ist eine Entwicklung, die wir gemeinsam sehr ernst nehmen müssen.

Die Bayerische Staatsregierung hat nun den „Fahrplan“ für die nächsten Wochen definiert. Es wird schrittweise Lockerungen und Öffnungen geben. Gerade in dieser Phase ist es jetzt von außerordentlicher Bedeutung, dass wir gemeinsam besonders verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll bleiben.

Aus meiner Sicht kommt dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz dabei eine herausgehobene Bedeutung zu. Ich möchte den Appell des Bayerischen Ministerpräsidenten unterstreichen und Sie herzlich und eindringlich bitten:
Bedecken Sie bei der Fahrt in Bussen, beim Einkaufen und überall dort, wo Sie damit rechnen müssen, anderen Menschen näher zu kommen Mund und Nase. Das erscheint sicher vielen von uns zunächst ungewohnt. Ich denke aber, dass es ein vergleichsweise geringfügiger Eingriff in Ihre persönliche Freiheit ist, der tatsächlich sehr viel bewirken kann und wird.

Wir sind alle miteinander gefordert, die hohe Dynamik der Ausbreitung bei uns in Straubing zu reduzieren. Helfen Sie dabei mit, handeln Sie mir Herz und Verstand und passen Sie gut auf sich und Ihre Mitmenschen auf. Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße
Ihr
Markus Pannermayr

 

Hier eine Aussage unseres Ministerpräsidenten Markus Söder:

Dabei nannte der CSU-Chef eine Maskenpflicht "hochwahrscheinlich": "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben." Überall dort, wo man Entwicklungen erlaube, brauche es Auflagen, Abstände, Desinfektionen - und mehr Masken. Das gelte nicht nur für Geschäfte, sondern etwa auch für den öffentlichen Nahverkehr.

Quelle: https://www.idowa.de/inhalt.aussage-in-pressekonferenz-coronavirus-soeder-rechnet-mit-maskenpflicht.f338d259-b63a-4596-bfaf-4f075c7991d2.html

 

Hier ein Auszug eines Artikels vom Robert-Koch-Institut:

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt ein generelles Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um Risikogruppen zu schützen und den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Diese Empfehlung beruht auf einer Neubewertung aufgrund der zunehmenden Evidenz, dass ein hoher Anteil von Übertragungen unbemerkt erfolgt, und zwar bereits vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen. (…)
Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass der Einsatz von MNB die zentralen Schutzmaßnahmen, wie die (Selbst-)Isolation Erkrankter, die Einhaltung der physischen Distanz von mindestens 1,5 m, die Hustenregeln und die Händehygiene zum Schutz vor Ansteckung, nicht ersetzen kann. Diese zentralen Schutzmaßnahmen müssen also weiterhin strikt eingehalten werden. In einer Aktualisierung ihres Cochrane Reviews aus dem Jahr 2003 empfehlen die Autoren, basierend auf Beobachtungsstudien während des SARS-Ausbruchs, den Einsatz von Masken ebenfalls in Kombination mit anderen Maßnahmen. Auch die hygienische Handhabung und Pflege von MNB sind zu beachten. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass die MNB – insbesondere beim Auf- und Absetzen – nicht berührt wird, um eine Kontamination durch die Hände zu verhindern. Generell geht eine längere Tragedauer auch mit einer erhöhten Kontaminationsgefahr einher. (…)
Um möglichst rasch eine nachhaltige Reduktion der Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung und sinkende Neuerkrankungszahlen zu erreichen, ist es notwendig, mehrere Komponenten einzusetzen, die sich gegenseitig ergänzen (s. 2. Strategie-Update9). Dabei sind immer die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen und deren unerwünschte Auswirkungen sorgsam gegeneinander abzuwägen. In dem System verschiedener Maßnahmen ist ein situationsbedingtes generelles Tragen von MNB (oder von MNS, wenn die Produktionskapazität dies erlaubt) in der Bevölkerung ein weiterer Baustein, um Übertragungen zu reduzieren.

Quelle: Robert Koch-Institut: Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum als weitere Komponente zur Reduktion der Übertragungen von COVID-19. Strategie-Ergänzung zu empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen und Zielen (3. Update). Epid Bull 2020;19:3 – 5 | DOI 10.25646/6731 (Dieser Artikel ist am 14.4.2020 online vorab erschienen.)